Café H34 – Treffpunkt im Ellefelder Bürger(Rat)haus

Café H34 ist ein kommunal betriebenes Café im neuen Bürgerrathaus Ellefeld. Es verbindet gastronomische Grundversorgung, Belebung des Ortskerns und soziale Teilhabe. Für eine befristete Anschubphase läuft es als Regiebetrieb, um trotz fehlender Privatanbieter einen barrierefreien Begegnungsort zu sichern und später in bürgerschaftliche oder private Trägerschaft überzugehen.

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Für welches Problem wurde durch das Projekt eine Lösung entwickelt?

Der Lösungsansatz setzt auf einen befristeten kommunalen Regiebetrieb statt auf einen dauerhaften Eigenbetrieb. So kann die Gemeinde das Café H34 zunächst selbst betreiben, bis ein privater oder bürgerschaftlicher Träger übernimmt. Grundlage ist ein Variantenvergleich nach § 94a/95 SächsGemO mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und klar definiertem öffentlichen Zweck (Begegnungsraum, Daseinsvorsorge), der die Genehmigung der Kommunalaufsicht ermöglicht. In der Anschubphase werden Strukturen, Kundschaft und Ehrenamt aufgebaut; die Gemeinde handelt als sozialunternehmerischer „Anschubgeber“. Aus einem kommunalrechtlichen „Nein, weil…“ wird so ein „Ja, wenn…“ – ein praxistaugliches, übertragbares Modell für ländliche Daseinsvorsorge aus der Verwaltung heraus.

Das Projekt wird/wurde in Zusammenarbeit/Kooperation mit folgenden Beteiligten umgesetzt:

Gemeinde Ellefeld (Bürgermeister, Gemeinderat, Verwaltung) als Initiatorin und Trägerin, Landratsamt Vogtlandkreis (Kommunalaufsicht), beratungsraum GmbH (Variantenvergleich, Business Case), PETERSEN HARDRAHT PRUGGMAYER (Rechtliche Betreuung), Neumann-Architekten/Fachplaner sowie Bürger:innen, Vereine, Unternehmen und Kinder in Beteiligungsformaten.

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